Bayerische Rezepte: traditionelle Spezialitäten aus der Bayerischen Küche

Geschrieben von: Kristina
Veröffentlicht am: 3. April 2025
Bayerische Rezepte spiegeln die Kultur der Bayern
Bayrische Rezepte sind in ihrem kulturellen Ursprung sehr vielfältig, denn die bayerische Küche hat eine lange Tradition. Sie wurde über viele Jahrhunderte von zahlreichen Einflüssen der angrenzenden Regionen und Länder und von höfischen Sitten geprägt.
In dem fruchtbaren Landstrich zwischen Enns und Lech, Bayerischem Wald und den Alpen, ließen sich die Bajuwaren am Ende des 5. Jahrhunderts nieder und machten weitläufige Landstriche urbar. Landwirtschaft, Getreideanbau und extensive Viehhaltung waren die Grundlage für ihre Rezepte.
Ihre koloniale Ausbreitung bis an die Grenze Italiens, die Besiedlung Kärntens und der Steiermark und das Vordringen nach Ungarn, Böhmen und Österreich hatten auf die bayerische Küche stets einen starken Einfluss. Zahlreichen Mehlspeisen, wie z. die köstlichen Marillenknödeln, Kaiserschmarrn und diverse Pfannkuchen Rezepte, wie die Pfannkuchensuppe lassen diesen Einfluss wiedererkennen.
Bayerische Rezepte für Biergarten und Brotzeit
Brotzeit ist die schönste Zeit! Der Bayer liebt es, seinen Feierabend im Biergarten, an einem lauschigen Plätzchen unter den schützenden Ästen mächtiger Kastanien, zu verbringen. Hier sitz er, trinkt seine Mass und sinniert über das Leben. In den grossen traditionellen Biergärten ist es üblich, dass sich die Gäste ihre Brotzeit selber mitbringen. Entsprechend der bayerischen Gemütlichkeit fehlt es ihm dabei nicht an kleinen Biergarten-Schmankerln, wie Obazda und Krautsalat oder dem original bayerischen Kartoffelsalat.
Auch selbst gemachte Fleischpflanzerl sind perfekt für die Brotzeit. Man kann sie warm oder kalt essen. Mit Senf, Graubrot und einer Portion Kartoffelsalat sind sie sogar eine kleine Hauptspeise.
Vegetarische Rezepte aus der bayerischen Küche
Zugegeben, die Bayerische Küche ist eher fleischlastig, aber es gibt auch ein paar sehr typische bayerische Rezepte, die für den Vegetarier geeignet sind. Meine bayerische Zwiebelsuppe ist nicht nur köstlich vegetarisch, sie verwendet auch (ganz im Sinne bayerischer Gebräuche) Bier als Zutat, denn für den Bayern ist Bier flüssiges Brot, das man immer essen sollte 😉
Weiter bayerische Klassiker sind meine Rahmschwammerl mit Brezenknödel oder die Allgäuer Käsespätzle.
Bayerische Rezepte als Hauptgericht
Ob deftige Schweinebraten Rezepte oder feine Sauerbraten Rezepte, die bayerische Spezialitätenküche hat so einige Schmankerln auf Lager! Dazu gehört natürlich immer die passende Beilage, wie selbst gemachte Semmelknödel, Kartoffelstampf oder selbst gemachte Spätzle, denn sie sind perfekt zum Auftunken der köstlichen Bratensauce geeignet.
Bayerische Nachspeisen Rezepte
Da gäbe es die weltberühmte bayerische Creme, die schon 1815 in dem Kochbuch Pâtissier royal parisien des berühmten französischen Kochs Marie-Antoine Carême lobend erwähnt wurde. Dann natürlich den schnell zubereiteten Kaiserschmarrn, selbst gemachten Apfelstrudel und traditionelle Rohrnudeln nach Omis Rezept.
Bayerische Rezepte & Ideen: mein Lieblingsrezept für echt bayerische Dampfnudeln
Koch-Utensilien
- Handrührgerät mit Knethaken
Zutaten
Für die Dampfnudeln:
- 500 g feines Weizenmehl
- 1/2 Hefewürfel (Frischhefe)
- 75-100 g feiner Zucker
- 250 ml lauwarme Milch
- 125 g weiche Butter
- 1 BIO Ei (Größe M-L)
Zum Übergießen der Dampfnudeln:
- 250 ml lauwarme Milch
- 2-3 EL Zucker
- 2-3 EL Butter
Zubereitung
- Mehl in eine große Schüssel sieben und in die Mitte eine Mulde machen. Milch leicht erwärmen (nicht mehr als 35 Grad!) und 4-5 EL davon mit der Hefe und einer Prise Zucker in einer kleinen Schüssel anrühren.
- Die Hefemilch vorsichtig in die Mulde im Mehl gießen und mit den Fingern etwas vom Mehl drüber stäuben. Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken den Vorteig 10-15 Minuten stehen lassen.
- Dann die restliche Milch und den übrigenZucker, das Ei und die weiche Butter dazu geben und alles mit den Knethaken des Handrührgeräts zu einem glatten Teig verrühren. Tipp: der Teig sollte nicht zu fest sondern schön geschmeidig sein.
- Teigschüssel wieder mit dem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen des Teigs etwa verdoppelt hat.Ripp: der beste Ort dafür ist der Backofen, bei dem Du nur das Licht anschaltest. DIe dadurch erzeugte Wärme reicht schon aus, um 35 Grad im Ofen zu erzeugen und mehr braucht es nicht.
- Aus dem aufgegangenen Hefeteig stichst Du dann mit einem Teigspachtel 8 gleich große Teile ab und drehst diese zu Kugeln. Backofen auf 50 Grad Ober- und Unterhitze vorwärmen.
- Dann setzt Du die Teigkugeln mit etwas Abstand in eine große, gut gefettete Backofenform und schiebst das Ganze für ca. 20 Minuten auf der untersten Schiene in den vorgewärmten Backofen, damit die Dampfnudeln langsam aufgehen.
- Zum Schluss noch die Milch zum Übergießen leicht erwärmen und den Zucker und die Butter einrühren. Den Backofen auf 200 Grad hoch drehen und die Milch über die Dampfnudeln gießen.
- Dampfnudeln weitere 30-35 Minuten backen, dann den Ofen aus machen und die Dampfnudeln in der Restwärme des Backofens für 5-10 Minuten stehen lassen, so bekommen sie eine schöne Kruste.
- Am besten mit selbst gemachter Vanillesauce genießen.
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